UVPG   (3)  
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 Anlage 2  

Kriterien für die Vorprüfung des Einzelfalls
im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung (7)


Nachstehende Kriterien sind anzuwenden, soweit in 3c Satz 1 und 2 (9), auch in Verbindung mit 3e und 3f, auf Anlage 2 Bezug genommen wird.

 1.   Merkmale der Vorhaben 
 

Die Merkmale eines Vorhabens sind insbesondere hinsichtlich folgender Kriterien zu beurteilen:

1.1

Größe des Vorhabens,

1.2

Nutzung und Gestaltung von Wasser, Boden, Natur und Landschaft,

1.3

Abfallerzeugung,

1.4

Umweltverschmutzung und Belästigungen,

1.5

Unfallrisiko, insbesondere mit Blick auf verwendete Stoffe und Technologien.





 2.   Standort der Vorhaben 
 

Die ökologische Empfindlichkeit eines Gebiets, das durch ein Vorhaben möglicherweise beeinträchtigt wird, ist insbesondere hinsichtlich folgender Nutzungs- und Schutzkriterien unter Berücksichtigung der Kumulierung mit anderen Vorhaben in ihrem gemeinsamen Einwirkungsbereich zu beurteilen:

2.1

bestehende Nutzung des Gebietes, insbesondere als Fläche für Siedlung und Erholung, für land-, forst- und fischereiwirtschaftliche Nutzungen, für sonstige wirtschaftliche und öffentliche Nutzungen, Verkehr, Ver- und Entsorgung (Nutzungskriterien),

2.2

Reichtum, Qualität und Regenerationsfähigkeit von Wasser, Boden, Natur und Landschaft des Gebietes (Qualitätskriterien),

2.3 (12)

Belastbarkeit der Schutzgüter unter besonderer Berücksichtigung folgender Gebiete und von Art und Umfang des ihnen jeweils zugewiesenen Schutzes (Schutzkriterien):

2.3.1 (12)

Natura 2000-Gebiete nach 7 Absatz 1 Nummer 8 des Bundesnaturschutzgesetzes,

2.3.2 (12)

Naturschutzgebiete gemäß 23 des Bundesnaturschutzgesetzes, soweit nicht bereits von Nummer 2.3.1 erfasst, (2)

2.3.3 (12)

Nationalparke (1) und Nationale Naturmonumente (13) nach 24 des Bundesnaturschutzgesetzes, soweit nicht bereits von Nummer 2.3.1 erfasst, (3)

2.3.4 (12)

Biosphärenreservate und Landschaftsschutzgebiete nach den 25 und 26 des Bundesnaturschutzgesetzes, (4)

2.3.5 (12)

Naturdenkmäler nach 28 des Bundesnaturschutzgesetzes, (5)

2.3.6 (12)

geschützte Landschaftsbestandteile, einschließlich Alleen, nach 29 des Bundesnaturschutzgesetzes, (5)

2.3.7 (12)

gesetzlich geschützte Biotope nach 30 des Bundesnaturschutzgesetzes,

2.3.8 (12)

Wasserschutzgebiete nach 51 des Wasserhaushaltsgesetzes, Heilquellenschutzgebiete nach 53 Abs.4 des Wasserhaushaltsgesetzes, Risikogebiete nach 73 Absatz 1 des Wasserhaushaltsgesetzes sowie Überschwemmungsgebiete nach 76 des Wasserhaushaltsgesetzes, (6) des Wasserhaushaltsgesetzes,

2.3.9 (12)

Gebiete, in denen die in den Gemeinschaftsvorschriften festgelegten Umweltqualitätsnormen bereits überschritten sind,

2.3.10 (12)

(10) Gebiete mit hoher Bevölkerungsdichte, insbesondere Zentrale Orte im Sinne des 2 Abs.2 Nr.2 des Raumordnungsgesetzes,

2.3.11 (12)

in amtlichen Listen oder Karten verzeichnete Denkmale, Denkmalensembles, Bodendenkmäler oder Gebiete, die von der durch die Länder bestimmten Denkmalschutzbehörde als archäologisch bedeutende Landschaften eingestuft worden sind.





 3.   Merkmale der möglichen Auswirkungen 
 

Die möglichen erheblichen Auswirkungen eines Vorhabens sind anhand der unter den Nummern 1 und 2 aufgeführten Kriterien zu beurteilen; insbesondere ist Folgendem Rechnung zu tragen:

3.1.

dem Ausmaß der Auswirkungen (geographisches Gebiet und betroffene Bevölkerung),

3.2

dem etwaigen grenzüberschreitenden Charakter der Auswirkungen,

3.3

der Schwere und der Komplexität der Auswirkungen,

3.4

der Wahrscheinlichkeit von Auswirkungen,

3.5

der Dauer, Häufigkeit und Reversibilität der Auswirkungen.

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