zu Art.31   GG  
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  1. Bundesverfassungsrecht bricht inhaltsgleiches Landesverfassungsrecht nicht. (vgl BVerfG, B, 29.01.74, - 2_BvN_1/69 - Ns Landesbesoldungsgesetz - BVerfGE_36,342 = www.dfr/BVerfGE)

  2. Die Länder sind, soweit nicht das Grundgesetz in Art.28 Abs.1 und 2 oder in anderen Vorschriften für bestimmte Tatbestände etwas anderes vorschreibt, frei in der Ausgestaltung ihrer Verfassung. Soweit danach das Grundgesetz die Freiheit gibt, daß der Gliedstaat in seine Verfassung eine Bestimmung aufnehmen kann, unterscheide sie sich von einer Regelung des Grundgesetzes oder stimme sie mit ihr überein, kann Art.31 nicht die Kraft haben, diese landesverfassungsrechtliche Vorschrift zu "brechen". (vgl BVerfG, B, 29.01.74, - 2_BvR_1/69 - Landesbesoldungsgesetz - BVerfGE_36,342 = E-StA_91,426 -429 = www.DFR/BVerfGE)

  3. Grundrechte der Länderverfassungen sind durch Art.142 GG nur insoweit aufrechterhalten, als sie mit Grundrechten des Grundgesetzes übereinstimmen. Die Feststellung, daß kein Verstoß gegen die entsprechenden Bundesgrundrechte vorliegt, gilt also auch für sie. Gehen sie über die Bundesgrundrechte hinaus, so können sie einer sonst zulässigen bundesrechtlichen Regelung nicht entgegenstehen (Art.31 GG). (vgl BVerfG, U, 30.04.52, - 1_BvR_14/52 - Bezirksschornsteinfeger - BVerfGE_1,264 = www.DFR/BVerfGE)



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