PTKAuskV  
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BGBl.III/FNA 900-10-6-6

Verordnung
über die Auskunftspflicht zur Sicherstellung
der Versorgung mit Post- und Telekommunikationsdienstleistungen

(Post- und Telekommunikationsauskunftsverordnung)

(PTKAuskV)


vom 22.04.03 (BGBl_I_03,545)
geändert durch Art.3 Abs.27 des Zweiten Gesetzes zur Neuregelung des Energiewirtschaftsrechts
vom 07.07.05 (BGBl_I_05,1970)

frisiert und verlinkt von
H-G Schmolke


 




Auf Grund des 4 Abs.1 und 5 des Post- und Telekommunikationssicherstellungsgesetzes vom 14.September 1994 (BGBl.I S.2325, 2378), der zuletzt durch Artikel 224 Nr.2 der Verordnung vom 29.Oktober 2001 (BGBl.I S.2785) geändert worden ist, in Verbindung mit 1 des Zuständigkeitsanpassungsgesetzes vom 16.August 2002 (BGBl.I S.3165) und dem Organisationserlass vom 22.Oktober 2002 (BGBl.I S.4206) verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit:

_1   PTKAuskV
Zweck der Verordnung

Zweck dieser Verordnung ist es, Anbieter von Postdienstleistungen und Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen für die Öffentlichkeit mit eigenen Telekommunikationsanlagen im Sinne des 3 Nr.17 des Telekommunikationsgesetzes vom 25.Juli 1996 (BGBl.I S.1120), das zuletzt durch das Gesetz vom 21.Oktober 2002 (BGBl.I S.4186) geändert worden ist, zu Auskünften zu verpflichten, die für die Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung mit Post- und Telekommunikationsdienstleistungen in den Fällen des 1 des Post- und Telekommunikationssicherstellungsgesetzes vom 14.September 1994 (BGBl.I S.2325, 2378), das zuletzt durch Artikel 13 des Gesetzes vom 7.Mai 2002 (BGBl.I S.1529) geändert worden ist, erforderlich sind.

_2   PTKAuskV (F)
Auskünfte

(1) Die Unternehmen nach 1 sind verpflichtet, auf Verlangen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit oder der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (1) Auskünfte zu erteilen, die sich beziehen:

  1. auf Zustand und Leistungsfähigkeit der gestörten Infrastruktur,

  2. auf Störungen, die erhebliche Auswirkungen auf die Kunden haben, wenn in den Fällen des 1 des Postund Telekommunikationssicherstellungsgesetzes das Mindestangebot nach 4 der Postsicherstellungsverordnung vom 23.Oktober 1996 (BGBl.I S.1535), die durch Artikel 14 des Gesetzes vom 7.Mai 2002 (BGBl.I S.1529) geändert worden ist, und nach 2 der Telekommunikations-Sicherstellungs-Verordnung vom 26.November 1997 (BGBl.I S.2751), die zuletzt durch Artikel 17 des Gesetzes vom 7.Mai 2002 (BGBl.I S.1529) geändert worden ist, nicht mehr gewährleistet ist,

soweit deren Erteilung zur Erfüllung der Aufgaben nach 1 des Post- und Telekommunikationssicherstellungsgesetzes zwingend erforderlich ist.

(2) In den in 3 Abs.1 Nr.2 bis 5 des Post- und Telekommunikationssicherstellungsgesetzes genannten Fällen haben die Unternehmen auf Verlangen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit ergänzende Mitteilungen zu machen.

(3) Die erlangten Auskünfte dürfen nur zur Erfüllung der Aufgaben nach 1 des Post- und Telekommunikationssicherstellungsgesetzes verwendet werden.

(4) 1Soweit im Rahmen der Postsicherstellungsverordnung oder der Telekommunikations-Sicherstellungs-Verordnung Unternehmen verpflichtet sind, dienen die erlangten Auskünfte auch als Grundlage für die Entscheidung, ob oder wie lange diese Verordnungen anzuwenden sind.
2Bei Unternehmen, die aufgrund einer Verordnung nach Satz 1 noch nicht verpflichtet sind, dienen die Auskünfte auch der Prüfung, ob gegebenenfalls eine Verpflichtung erfolgen muss.

_3   PTKAuskV
Ordnungswidrigkeiten

Ordnungswidrig im Sinne des 13 Abs.1 Nr.1 Buchstabe b des Post- und Telekommunikationssicherstellungsgesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen 2 Abs.1 Nr.1 und Abs.2 eine Auskunft nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erteilt.

_4   PTKAuskV
Inkrafttreten, Außerkrafttreten

1Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.
2Gleichzeitig tritt die Postauskunftsverordnung vom 23.Oktober 1996 (BGBl.I S.1537), geändert durch Artikel 402 der Verordnung vom 29.Oktober 2001 (BGBl.I S.2785), außer Kraft.


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