Checkliste-VA Fußnoten H-G Schmolke
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  1. vgl OVG Saarland, B vom 20.11.75, - 1 W 44/75 - , SKZ 86,84-86 = DNr.75.029 im nachfolgenden Gerichtsverfahren, kann der OB als Ortspolizeibehörde nicht ergänzende bauordnungsrechtliche Begründungen nachschieben und auch nicht als Bauaufsichtsbehörde auftreten.

    Diese ältere Rechtsprechung hat das OVG wohl inzwischen aufgegeben. In einer neueren Entscheidung sieht es die sachlichen Abgrenzung des Geschäftsbereichs von Unterer Naturschutzbehörde und Unterer Bauaufsichtsbehörde lediglich als innerbehördlichen Organisationsaktes an, der den einzelnen Abteilungen der unteren staatlichen Verwaltungsbehörde keine selbständige Behördeneigenschaft zuzulegen vermag. (vgl. OVG Saarl, B vom 13.09.1999 - 2_Q_21/99 - Landrat des Landkreises -, SKZ_00,98/26 (L) = SörS-Nr.99.198


  2. zur Beteiligtenfähigkeit der BGB-Gesellschaft vgl. OVG Saarland, B. 25.11.92, - 8 W 108/92 -, SKZ 93,102/1 (L) = NVwZ 93,902 f = NJW 93,2828 (L) = Juris = DNr.92.181)


  3. vgl. OVG Münster, B. 01.03.88, -1 W 51/86 -, NJW 89,120 f = DNr.88.008)


  4. vgl. OVG Saarland, E, vom 26.04.90, - 1 R 391/88, Juris = DNr.90.045; E vom 26.08.92, - 2 R 28/90 - Juris = DNr.92.120; U vom 23.06.86 - 2 R 66/85 - SKZ 86,286 Nr.11 = DNr.86.044)


  5. vgl. OVG Saarland, E, vom,26.04.90, - 1 R 391/88 - Juris = DNr.90.045 danach steht 9 Abs.2 VwZG der Heilung nicht entgegen. Diese Ausnahmeregelung soll nur den Ablauf der darin genannten Fristen hindern und belasse es im übrigen bei der heilenden Wirkung des 9 Abs.1 VwZG; aA Linhart, aaO S13.


  6. vgl. BFH, U. 21.02.68, - 1 R 70/67 -, NJW 68,1952 (L) = BB 68,491 = DNr.68.004)


  7. Zur Zustellung mittels eingeschriebenem Brief siehe RsprS DNrn. 65.005, ff ,bei Postabholung siehe DNrn. 66.006, ff, bei Ersatzempfänger vgl DNrn.77.009 ff, zur Problematik eingeschriebener Brief und Rechtsmittelbelehrung vgl. DNr. 72.011 ff, und zum Postaufgabevermerk vgl DNrn. 72.002 ff.


  8. Zur Zustellung durch PZU vgl HessVGH, U. 10.04.67, - OS 2 132/66 -, HessVGRspr 68,2 = DNr.67.005); VGHBW, U. 25.01.65, - 4 218/63 -, BaWüVBl.66,12 = DNr.65001)


  9. Zur Zustellung mittels Empfangsbekenntnis siehe RsprS DNr.79.030 ff)


  10. Zur Bestimmtheit von VAten siehe Rspr-Hinweise zu 37 VwVfG. Nach Ansicht des OVG des Saarlandes ist eine Abbruchsanordnung hinreichend bestimmt, wenn der mit den Umständen des konkreten Falles vertraute Empfänger entnehmen kann, was von ihm verlangt wird vgl. OVG Saarl, U 07.06.72 - 2 R 5/72 - Abbruchsanordnung, BRS 25 Nr.208 = DNr.72.012); zur Bestimmheit des immissionsschutzrechltichen VA, vgl VGHBW, U. 17.03.71, - 6 496/69 -, ESImSchG-1 = DNr.71.003) und OVG Köln, U. 24.03.71, - Ss 12/71 -, ESImSchG-2 = DNr.71.004)


  11. Die Bekundung der behördlichen Rechtmäßigkeitsüberzeugung reicht allein nicht aus vgl OVG Saarland, B 08.07.93, - 2 W 13 /93 -, SKZ 94,115 Nr.65 (L) = DNr.93.114; ebensowenig begründet ein Zinsvorteil das öffentliches Interesse für den Sofortvollzug, (vgl. VGH BW B 18.01.93 - 8 S 1023/92 - Zinsvorteil, DÖV 93,538 Nr.126 DNr.93.001)
    b) Verwaltungsakt und Vollzugsanordnung können auch einheitlich begründet werden, wenn das besondere Vollzugsinteresse hinreichend deutlich zum Ausdruck kommt, vgl OVG Saarland, B 12.10.92, - 2 W 17/92 -, SKZ 93,108 Nr.54 (L) = DNr.92.152)
    c) Sofortige Vollziehung kann auch nach einem längeren Zeitraum (zB 1 Jahr nach Erlaß) noch angeordnet werden, wenn die Notwendigkeit für diese Anordnung sich erst nachträglich gezeigt hat (vgl. OVG Saarl, B 29.05.91 - 1 W 37/91 - Sofortvollzug, SKZ 91,255/42 (L) = DNr.91.077)
    d) 80 Abs.3 S.1 VwGO verpflichtet nicht notwendigerweise zu einer einzelfallbezogenen Begründung (Siehe DNr.90.059 mit einem Begründungsbeispiel das vor dem OVG Bestand hielt);
    e) Sind die Gründe für den Erlaß des VA und die Begründung ihrer sofortigen Vollziehbarkeit deckungsgleich (häufig bei VAs zur Gefahrenabwehr), kann die Behörde zur Darlegung des besonderen Vollzugsinteresses auf die Begründung des VA verweisen (vgl. OVG Saarl, E 01.09.93 - 3 W 7/93 - Ausweisungsverfügung, Juris = DNr.93.142)


  12. Die Zwangsmittelandrohung ist rechtswidrig, wenn zu der Beginn der Ausführungsfrist ein Vollstreckungshindernis besteht, vgl. OVG Saarland, U. 15.06.93 - 2 R 37/91 -, SKZ 93,279/65 (L) = Juris = DNr.93.097); die baubehördliche Duldungsanordnung ist als privatrechtsgestaltender VA keiner Zwangsmittelbewehrung zugänglich, so OVG Saarland, B. 25.06.90, - 2 W 13/90 -, BRS 50 Nr.211 = Juris = DNr.90.078);


  13. Ein festgesetztes Zwangsgeld darf nicht mehr beigetrieben werden, wenn der Beugezweck sich erledigt hat (vgl. OVG Saarland, B. 03.05.94 - 2 W 17/94, SKZ 94, 256/26 (L) = DNr.94.065); zum bedingt festgesetzten Zwangsgeld vgl. VG Saarland, U. 04.11.92, 1 K 195/89, nicht veröffentlicht, (Siehe Zitat Nr. Z-100)


  14. Zur Beachtung der wirtschaftlichen Interessen des Kostenpflichtigen vgl. OVG Saarland, B. 20.01.93, - 1 W 89/92 -, SKZ 93,279/66 (L), = DNr.93.009); zur Ersatzvornahme ohne Grundverwaltungsakt vgl. OVG Saarland, U. 17.05.93, - 1 R 95/90 -, SKZ 94,20 ff 0 ZfS 94,191 (L) = DNr.93.082); Abbruchsanordnungen sind im Regelfall mit einer Ersatzvornahme zu vollstrecken, vgl. OVG Saarland, U. 08.05.70, - 2 R 17/70 -, DVBl.71,327/110 (L) = BRS 23 Nr.199 = BauR 70,227 = DNr.70.008)


  15. vgl zur Wegnahme einer Sache vgl DNr.77.056, zum Öffnen von Schlössern und Türen vgl. DNr.94.005


  16. vgl die Rechtsprechungshinweise zur Ersatzzwangshaft RsprS zu 16 VwVG


  17. vgl.die VO über den Erlaß eines Allgemeinen Gebührenverzeichnisses vom 14.07.64 idF der Bekanntmachung vom 29.02.84, zuletzt geändert durch VO vom 08.12.86, Amtsbl.86,1171, BS Nr.2013-1-1


  18. vgl die Richtlinie über die Festsetzung der Gebühren im Widerspruchsverfahren gemäß 9a des Saarländischen Gebührengesetzes vom 21.07.82, GMBl.82,305


  19. OVG Saarland, U. vom 06.11.78, - 2 R 109/77 -, nicht veröffentlicht, = DNr.78.034


  20. Generell zur Begründungspflicht vgl. Rspr-Hinweise zu 39 VwVfG. Zur Auswechselung der Begründung vgl. BVerwG, B, 05.02.93, - 7 B 107/92 -, NVwZ 93,976 f.= DNr.93.005);


  21. Zum Untersuchungsgrundsatz, insbesondere dem Gefahrenerforschungseingriff, siehe Rspr-Hinweis zu 24 VwVfG.


  22. Zur Angemessenheit der Anhörungsfrist, vgl OVG Saarland, B. vom 21.12.84, - 1 W 1309/84 -, SKZ 85,161/2 (L) = ESBImSchG 20-3 = Juris, = DNr.84.099; Zur Nachholung der Anhörung vgl. OVG Saarland, E. 12.05.92, - 2 R 28/90 -, Juris = DNr.92.076


  23. Zur Begründungspflicht von VAten siehe Rspr-Hinweise zu 39 VwVfG; Die teils knappe, teils unvollständige Begründung der Rücknahme eines Verwaltungsaktes kann im Hinblick auf nähere Mitteilungen aus Anlaß der vorherigen Anhörung unschädlich sein, vgl OVG Saarland, B 28.02.86, - 1 W 1533/85 -, SKZ 86,285 Nr.3 (L) = DNr.86.017


  24. vgl z.B. OVG Saarland, B vom 05.10.83, - 3 W 1619/83 -, AS 18,281 = SKZ 84,72 = SKZ84,101 Nr.6 (L) = UPR 85,263 = Juris = DNr.83.068)


  25. Zur Zulässigkeit von Nebenbestimmung vgl Rspr-Hinweise zu 36 VwVfG.
  26. Zur Androhung von Zwangsmitteln vgl Rspr-Hinweise zu 13 VwVG.


  27. Zur besonderen Begründungspflicht des Sofortvollzugs vgl Rspr-Hinweise zu 80 Abs.3 S.1 VwGO.


  28. Die Rechtsmittelbelehrung muß nur die im Gesetz ausdrücklich genannten Erfordernisse enthalten, so OVG Saarland, B vom 17.12.71 - 2 W 41/71 - AS 12,333 (335) = Juris = DNr.71.013;


  29. Erschwerung der Rechtsmitteleinlegung wurde bejaht:
    a) bei Verwendung des Begriffes "Bekanntgabe" anstelle "Zustellung" (vgl OVG Münster, B 25.07.72 - 11 B 518/70; NJW 73,165)
    b) bei dem Hinweis "der Klage seien vier Abschriften beizufügen" (vgl BVerwG, U 17.01.80 - 7 C 32/79, DÖV 80,918) oder sie sei in "dreifacher Ausfertigung" einzureichen, vgl. OVG Münster, U. 25.11.71, - 8 A 6/71 -, DÖV 72,798 (L) 0 OVGE 27,165 (Siehe Anlage Nr.71.011)
    c) beim Erwecken des Eindrucks der Widerspruch könne nur schriftlich eingelegt werden (vgl BVerwG, U 13.12.78, - 6 C 77/78 -, ZBR 80,24 (Siehe Anlage Nr.78.015)
    und verneint
    a)bei Verwendung des Begriffes "bzw" anstelle "oder" (vgl BVerwG, B 27.02.81, - 6 B 19/81 -, DÖV 81,635)


  30. Zur Bedeutung der Unterschrift für die Schriftform vgl OVG Saarland, 07.09.83, - 3 R 107/81 -,SKZ 84,104 Nr.31, siehe Anlage Nr.83.057


  31. Zur Befangenheit vgl Rspr-Hinweise zu 20 VwVfG.


  32. a.A. VG Köln, B 05.11.85 - 2 L 20378/85 -, NVwZ 87,83 -84 = DNr.85.030 für das Asylverfahren bei Zustellung an Bevollmächtigten


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